Blockstöckchen, Extras

Freitagsantworten #8

Als Antwort auf Brüllmäuschens letzte Freitagsfragen. (Verzeih meinen Zeitverzug, ich konnte im Chaos meine Hände nicht wiederfinden).

1.) Wenn Du einmal an Deine kindlichen Vorstellungen von Deinem Leben als Erwachsener denkst: was trifft zu und was ist anders?

Gäbe es Punkte dafür seinen Zielen zu folgen, wäre ich ganz oben in der Bestenliste. So auf Platz 5 oder so.

Ich stellte mich mir als Alumni vor, verheiratet, in einer ganz tollen Wohnung außerhalb meines Ghettos.

Ich würde, wenn ich erwachsen wäre völlig losgelöst von meinem Kranksein sein.

Ich hätte mich nicht determinieren lassen davon wo ich herkam, wer meine Eltern waren, was sie für mich geplant hätten.

Ich hätte mich frei entschieden für das, was ich gerne tue.

Und ich hätte Kinder.

(Na, ich hab ja auch nur gesagt, ich wäre Platz 5. 😉 )

Bis auf die Kinder jedenfalls, volle Punktzahl.

2.) Letzte Woche hast Du Deinen Schuhkarton für die Weltraummission gepackt, du bleibst 3 Jahre auf der ISS. Morgen geht’s los. Mit wem verbringst Du den letzten Abend?

Was soll ich sagen?

Es klingt kitschig, aber es gibt nunmal nur die eine große Liebe in meinem Leben.

Und die ist Männchen.

Am letzten Abend bevor ich nach Berlin zog, war ich mit ihm zusammen in der Disko.

Wir haben getanzt, unsere Freunde getroffen, hatten Spaß.

Und ich hab geweint, weil schon der Gedanke ihn sieben Monate nicht ständig, also nur alle paar Wochen, um mich zu haben, mich fertig gemacht hat.

Obwohl ich mir das ausgesucht hatte.

Und so ähnlich würde ich es mir vor 3 Jahren ISS auch wünschen.

Eine Abschieds-Motto-Party mit unseren Freunden, Thema: Weltraum 🙂

Wir würden tanzen und Lieder wie Major Tom laufen lassen oder Fred vom Jupiter.

Am Ende würde der Soundtrack von Armageddon laufen und ich würde Männchen küssen und weinen.

3.) Kennst Du Deine Familiengeschichte?

Nur eine.

Ich habe mich einmal intensiv mit der Geschichte der Familie meines Vaters beschäftigt.

Und seines Vaters. Und dessen Mutter. Und deren Eltern.

Die Familie meiner Urgroßmutter lebte vor dem 2. Weltkrieg in Kalisz Pomorski .

Mein Ururgroßvater war ein leitender Postbeamter. Wir hatten einen Hof, ein sehr schönes großes Haus.

Wir waren relativ wohlhabend.

Doch dann kam der Krieg.

Mein Urgroßvater musste in den Krieg ziehen.

Er fiel.

Meine Urgroßmutter hatte gerade ein ganz kleines Kind, als sie und ihre Eltern fliehen mussten, weil die russische Armee von Osten anrückte.

Und so liefen sie, zu Fuß, mit kleinem Kind, im Flüchtlingszug.

Wenn man die Strecke bei Google Maps eingibt, sind es nur etwas über 500 km.

Aber ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, 500 km zu Fuß zu gehen, mit einem Kleinkind, während mehrere Großmächte mit Waffen versuchen das Land einzunehmen.

Immer in Angst überfallen zu werden, nie zu wissen, wo man die Nacht verbringt.

Als meine Familie in meiner Kleinstadt ankam, befanden sie sich oben auf einem Plateau (meine Stadt liegt in einem Tal).

Sie waren mitten auf dem Präsentierteller und ich weiß nicht, wer entschieden hat, dass die Familie ins Tal hinunter geht und sich vom Flüchtlingszug trennt, aber derjenige hat indirekt dafür gesorgt, dass ich heute hier schreiben kann.

Denn als meine Ururgroßeltern und meine Uroma mit ihrem kleinen Sohn, meinem Opa, ins Tal gingen, wurde der Flüchtlingszug, der sich noch auf der Ebene befand mit Bomben beworfen.

Krieg find ich übrigens Scheiße.

4.) Die Wahl der Qual: Selber Unrecht erfahren und nichts dagegen tun können ODER einem guten Freund Unrecht zufügen, der jedoch den Absender nicht weiß?

Ach, komm, das eine Mal ist es doch egal, wenn es mich trifft. 😉

Ich glaube, jeder hat selbst schon mal den ersten Fall erlebt und hat es überlebt.

Manchmal ist das Leben eben gemein.

Und lieber halt ich das einmal mehr aus, als, dass es meine Freunde trifft.

Bei mir weiß ich, dass ich es überstehen werde.

Es geht weiter.

Advertisements
Standard
Blockstöckchen

Freitagsantworten #7

Da ist mir doch noch eine Möglichkeit eingefallen, etwas zu schreiben, ohne das Chaos in mir vor euch entwirren zu müssen (mach ich irgendwann, aber jetzt nicht).

Brüllmäuschens geliebte Freitagsfragen, enjoy 🙂


1.) Worüber hast Du Dich vor Kurzem sehr geärgert? Wünschst Du Dir, anders reagiert zu haben?

Ich habe mich am Donnerstag sehr darüber geärgert eine Rezeptur herstellen zu müssen, nicht, weil ich es nicht hinbekommen habe, sondern, weil ich denke, dass zeitgleich mit mir jemand da war, der es um Längen besser gekonnt hätte und ich es als Schikane empfunden habe, es tun zu müssen.

(War das mal wieder so ein verdeckter Schwangerschatfstest?)

Ich hab es nicht nach außen gezeigt, aber ich hätte vielleicht wirklich mal fragen sollen, warum ausgerechnet ich das machen soll.

Vermutlich hätte ich mir dann angehört, dass ich das ja auch können muss, aber da sind meine Chefin und ich unterschiedlicher Meinung und das hätte eskalieren können und am Ende bin ich froh doch die Klappe gehalten zu haben.

2.) Was möchtest Du in diesem Jahr von Deiner Wunschliste abhaken?

Die Wanna-Do-List für dieses Jahr findet ihr hier. 

Es wäre natürlich ultraultrageil, wenn ich alles schaffen würde, aber sagen wir mal so:

Alles über 50 % ist doch bestanden, eh? 😉

3.)Was isst Du für gewöhnlich zum Früchstück?

Nichts.

Na gut, ganz stimmt das nicht.

Seit ich in meiner neuen Apotheke bin habe ich regelmäßig die Möglichkeit zu essen.

Habe zuerst Joghurt und Obst probiert, was mir zunehmend schwer fällt.

In letzter Zeit ess ich manchmal Griesbrei, aber ich bin noch nie ein Frühstücker-Typ gewesen und werde es wohl auch nie werden 🙂

4.) Die Wahl der Qual: Anstatt zu lachen nur noch gähnen können oder beim Anblick von Bargeld in Panik geraten?

Die Panik!

Ich liebes es zu lachen 🙂

Allerdings weiß ich ehrlich gesagt nur ansatzweise, wie sich Panik anfühlt.

Letztes Wochenende war ich mal echt in Panik.

Ich habe geweint, gezittert, mir war kalt, ich war unruhig.

Also schön war das ja nicht.

Aber niemals wieder lachen zu können? Das fände ich wirklich furchtbar 🙂


So, das wars von mir für heute.

Bis bald.

Standard
Extras

Planloses Hin- und Hertreiben

Das wäre wohl die ehrliche Antwort auf die Frage: „Was macht sie nur? Wieso schreibt sie nicht mehr?“.

In meinem Leben ist das große Chaos eingeschlagen, das ein neues Jahr so mit sich bringt und bei dem Versuch alle meine 50 Gedanken zusammen zu halten, zu lächeln, weiter zu atmen und beim Gehen anmutig auszusehen…

Vergesse ich am Ende eines Satzes gern, womit ich ihn angefangen habe.

Es ist richtig chaotisch.

Aber ich befinde mich Sortierungsprozess, gebt mir noch ein paar Wochen, dann sind die Jahres-Anfangs-Wogen geglättet und ich kann in aller Friedlichkeit wieder kleine und große Einträge über alles und nichts verfassen.

Gut.

Also bis dann.

Standard
Extras

Wanna-Do-Liste 2017 – Die Abrechnung!

Eins fehlt noch!

Ganz wichtig.

Der Rückblick, was von den tollen Dingen, die ich uuuuunbedingt machen wollte, ich dieses Jahr WIRKLICH gemacht habe.

Have fun und – guten Rutsch!

Die Klassiker:

  • Paris besuchen (Anlauf Nummer 3)
  • Berlin besuchen
  • Bücher lesen (3/12)
  • auf’s WGT fahren
  • Kurzfilmarena besuchen
  • in ein Konzert gehn
  • auf ein Festival gehn
  • in eine Lesung gehen

Neu dazu kommen:

  • Yoga-Kurs machen
  • Eine Woche vegetarisch leben
  • Seidenmalerei (0/3)
  • Singen (wie und wo, das wird sich zeigen)
  • Irland besuchen
  • Buchmesse besuchen
  • Achterbahn fahren (eine richtig schnelle, am besten mit Überschlag)
  • unseren ersten Hochzeitstag feiern (<3)
  • Bouldern gehn
  • Französisch lernen (die Sprache, ihr Schweinchen!)

Sieht doch gut aus 🙂 mal schauen, was nächstes Jahr auf der Liste steht.

Standard
Arbeit, Dieses Leben, Extras, Leben

Review 2017

Dies hier wird ein etwas längerer Blogeintrag, also geht nochmal aufs Klo, holt euch ein paar Kekse, zieht die Schlabber-Jogginghose an und holt die Kuscheldecke.

Bereit?


Januar 2017

Das Jahr begann dort, wo ich die meiste Zeit zu der Zeit verbrachte:

Auf Arbeit.

Ich hatte Notdienst und feierte allein in meiner Apotheke Silvester.

Als nach halb 12 niemand mehr kam, ich aber zu müde zum Hin- und Herfahren war, ergab ich mich meinem Schicksal, stand allein auf dem Parkplatz vor der Apotheke und sah dem fernen Feuerwerk traurig zu.

So wollte ich auf keinen Fall weitermachen.

Geld hin oder her.

In der Woche hatten wir dann unseren 5. Jahrestag, bei dem wir in Weimar waren, im Kino und essen, hatten einen tollen, freien Tag und haben uns gefreut.


Februar 2017

Der Februar begann mit einem Ende.

Das allerletzte Wise Guys Konzert meines Lebens stand an.

Männchen und ich begaben uns also in die Landeshauptstadt und feierten ein letztes Mal mit.

Natürlichen flossen am Ende ein paar Tränchen, trotzdem war es ein sehr schöner Abend.

Ansonsten war der Februar eher ereignislos und trist, so wie der Februar halt meist ist.

Außerdem schlich sich  bei mir das erste Mal der Wunsch nach einer neuen Arbeitsstelle ins Gehirn, doch der Weg bis zum Jobwechsel schien unendlich lang und von Leid geprägt.


März 2017

Hier wurd es interessant.

Das zweite Bräutetreffen stand an, diesmal in Bad Hersfeld.

Sie strömten aus allen Bundesländern in ein kleines Ferienhaus und wir verlebten zwei sehr schöne Tage, wo viel gelacht wurde.

Leider gab es auch etwas Knatsch, aber ich denke, das ist immer so, wenn viele Frauen auf einem Haufen hocken.

 

Auf Arbeit veranstaltete ich – die neue leitende Apothekerin – ein Teambuilding, wohlwissend, dass ich mich schon auf ein oder zwei andere Stellen beworben hatte.

Tatsächlich kam auch die Apothekerin, die dann im weiteren Verlauf als erstes kündigen sollte, nicht.

Zudem begann ich mit einem neuen Hobby, ich fing an Französisch an der Volkshochschule zu lernen, was mir Spaß machte und mich mental in Bewegung hielt, obwohl das bei 45 bis 50 h Arbeit pro Woche  wohl kaum nötig war.

Ein Höhepunkt war mein Besuch der Leipziger Buchmesse, wo ich mal wieder merkte, wie unheimlich gern ich las.

Ich besuchte sie mit meinem Trauzeugen und dessen Freundin und ließ Männchen daheim.

Der März endete mit meinem Besuch auf der Interpharm, einer Messe mit Fortbildungskongress für Apotheker.

Ich besuchte dabei eine alte Freundin, die in Bonn promoviert.

Ich genoss den Abstand zur Arbeit und fand es schön mal wieder fachlich gefordert zu sein.

Im März hatte ich meine ersten Bewerbungsgespräche für eine neue Stelle, doch so richtig, war das richtige noch nicht dabei.


April 2017

Im April hatte wir unseren ersten Urlaub dieses Jahr, es ging nach Dublin.

Wie es dort war, könnt ihr hier lesen.

Ich empfehle als Reisedauer für eine Irland-Rundfahrt übrigens 2 Wochen.

Mindestens.


Mai 2017

Nach unserer ausführlichen Irland-Rundreise waren wir erstmal komplett im Arsch und haben den halben Mai vergammelt.

Wir gingen ein bisschen klettern, dann kam Christi Himmelfahrt und wir gingen richtig schön wandern mit unseren Freunden.


Juni 2017

Das war rückwirkend betrachtet wohl der ereignisreichste Monat.

Zunächst fuhren wir am Pfingstsonntag zum WGT ins heidnische Dorf, wie wir es jedes Jahr versuchen.

Wir fühlen uns dort einfach richtig schön heimisch, unter unseresgleichen.

Einen Tag danach brachen wir wieder zu unseren Freunden nach Bonn auf, von wo aus wir mit meiner kleinen Schwester (es war ihr Geschenk zum 18. Geburtstag von uns gewesen) am nächsten Tag ins Phantasialand fuhren.

Es war großartig.

Ich liebe Achterbahnen und bin jede mindestens einmal gefahren, die schnellste sogar 3 mal, weil ich die Beschleunigung so toll fand.

Leider mussten wir unseren Kurzurlaub am nächsten Tag unterbrechen, weil der Katzensitter, den wir engagiert hatten, unsere Terassentür auf Kipp gelassen hatte.

Und das ist schlecht, weil es das so genannte Kippfenster-Syndrom gibt.

Der Kater hat Gott sei Dank nicht versucht durchzuspringen, sondern nur mit der Pfote versucht die Tür zu öffnen.

Doch er blieb hängen und riss sich 3 Krallengelenke aus.

Der Sitter fotografierte das und wir fuhren sofort nach Haus, wo mich ein humpelnder Kater an der Tür empfing.

Mein Katzenmamaherz brach.

Schnell fuhren wir ihn zur Tierärztin, die sofort ein Röntgenbild der Pfote anfertigte.

3 Krallengelenke ausgerenkt.

Wir sollten den Kater dort lassen, damit sie unter Vollnarkose versuchen konnte, die Gelenke wieder einzurenken.

Unter Tränen ließen wir ihn dort.

Der Eingriff war nicht erfolgreich, da die Sehnen, die die Gelenke hielten, durchgerissen waren.

Doch die Ärztin tröstete uns.

Die Krallen müssten nicht entfernt werden, wenn der Kater lernte damit umzugehen.

Und Merlin, unser schwarzer Zauberkater, lernte es.

Am 9.6. fuhren wir dann in den Spreewald, wo am 10.6. meine Mutter ihren langjährigen Freund ehelichte.

Eine Woche später begann unser Sommerurlaub, den wir dieses Jahr in Schweden bei meinen Großeltern verbrachten.

Das Wetter war wundervoll sonnig, wir lagen im Strandkorb und machten Ausflüge zum See.


Juli 2017

Anfang Juli feierte Männchen seinen 31. Geburtstag und wir zelebrierten eine Caribean-Bad-Taste-Party mit unseren Freunden.

Es gab alkoholfreie Cocktails, Plastik-Blumen-Ketten und eine Melonen-Piñata.

Auf Arbeit teilte mir meine erst im Februar eingestellte PTA mit, dass sie schwanger sei, was bei uns rückblickend betrachtet unsere lavede Personalstruktur ins Wanken brachte.

Eine Woche später gingen wir mit unseren Freunden in den Kletterwald, was auch sehr geil war.

Ich liebe es in diesen Seilgärten im Wald klettern zu gehen, die Anforderungen an den Kletternden sind ganz anders in der Halle, man sichert sich selbst und ist an der frischen Luft.

Mitte Juli gingen wir außerdem unseren Freunden zum Sushi-All-You-Can-Eat.

Ja, mir kommt es auch so vor als hätten sich unsere Freunde-Aktivitäten auf einmal vervielfacht.

Das könnte vielleicht daran liegen, dass es kurz vorher zum Zerwürfnis mit den Bräuten kam.


August 2017

Im August ist in unserer Heimatstadt traditionell ein Film- und Konzertfestival, dort habe ich ein paar wirklich wunderschöne Filme angeschaut, wie zum Beispiel „Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Ein ganzes halbes Jahr“.

Außerdem waren wir auf dem Party.San mit unseren Freunden.

Das Wetter war äußerst scheuslich, doch lest selbst 

Dieses Jahr haben wir es zum ersten Mal geschafft auf das Rudolstädter Vogelschießen zu fahren, was nicht so toll war, wie ich erhofft habe :/ doch immerhin bin ich jetzt um eine Erfahrung reicher.

Im August hatte ich wieder ein Vorstellungsgespräch, was nicht gut verlief, dieses Mal hat man mir einen befristeten Vertrag aufschwatzen wollen, weil ich ja als Frau schwanger werden könnte.

Hm.

Außerdem hat die erste meiner beiden Kolleginnen gekündigt, weil ihr Freund sie verlassen hat und sie es nun nicht mehr schaffte bis 20 Uhr zu arbeiten.


September 2017

Anfang September hatten wir unser letztes Teambuilding, wir gingen Eis essen und alles schien noch ein letztes Mal schön und normal zu sein.

Mein Arbeitspensum stieg stetig.

Am 9.9. war die zweite Hochzeit dieses Jahr.

Männchen und ich fuhren nach Bayern zur Hochzeit einer meiner Bräute und es war wirklich ein wunderschönes Wochenende.

Direkt in der Woche danach fuhren Männchen und ich nach Paris ❤ und es war genauso wunderschön.

Es war so wunderschön, dass wir beschlossen haben 2018 nochmal nach Frankreich zu fahren und ich beschloss meinen Französisch-Kurs weiterzumachen.

So schön das Wochenende auch war, das, was ich in der Apotheke nach dem Wochenende vorfand, war grausam.

Meine andere Kollegin hatte gekündigt.

Und auf mich stürzten alle Konsequenzen ein, die mir nicht gefielen.

Außerdem bekamen wir eine unangekündigte Betriebsprüfung.

Wahnsinn.

Das konnte nicht lang gut gehen.


Oktober 2017

Das Kartenhaus brach zusammen.

Am 2.10. arbeitete ich 12 h und hatte 300 Kunden.

Dieses Pensum bearbeiteten wir nur zu zweit.

Danach war ich mir sicher: hier geht es nicht weiter.

Am 3.10. setzte ich eine neue Stellenanzeige online und bewarb mich auf 3 inserierte Angebote.

Mir reichte es.

Am 8.10. feierten wir noch meinen Geburtstag als Black&White-Party.

Auf Arbeit lief es immer holpriger und so habe ich nach 3 Bewerbungsgesprächen am 9.10. gekündigt.

Daraufhin begann bei mir auf Arbeit ein extremer Spießrutenlauf, meine Chefin triezte mich und ich balancierte auf einem immer schmaler werdenden Steg meiner mentalen Leistungsfähigkeit.


November 2017

Anfang November knickte ich dann vollends ein.

Ich hatte eine Reihe an gesundheitlichen Beschwerden gesammelt, litt unter Erschöpfungszuständen, aber Schlaflosigkeit und ging schließlich am Ende meiner Kräfte zum Arzt, der mich aus dem Verkehr zog.

Ich nutzte den November vor allem um mich wiederherzustellen und meinen Stellenwechsel vorzubereiten.

Ich ackerte meine regelmäßig, alle halbe Jahre stattfindenden Arzttermine ab und bangte dann dem Abschied entgegen.


Dezember 2017

Die neue Arbeitsstelle begann.

Ich nahm an der Weihnachtsfeier der Apotheke teil und arbeitete mich ein.

Außerdem hatte ich nun endlich mal Zeit auf den Weihnachtsmarkt zu gehn und rechtzeitig Geschenke zu kaufen.

Und ich konnte Weihnachten zuhause verbringen.

Und nun waren wir zu Silvester bei unseren Freunden in Bonn – mal wieder .


So. Das wars.

Nächstes Jahr geht’s frisch weiter.

Liebe Grüße

Frau E.

Standard
Arbeit

Alles auf Anfang- aller Anfang ist schwer?

So die ersten beiden Wochen sind in der neuen Arbeit um.

Eins möchte ich vorweg sagen: Es ist viel weniger stressig als vorher und ich habe viel bessere Arbeitszeiten.

Auch die beiden PTAs sind sehr nett.

Aber irgendwie ist nicht alles Gold, was vorher so geglänzt hat.


Ich bin ziemlich stolz auf mein Studium.

Es war lang und hart, hat mich bis aufs Letzte herausgefordert.

Und ich habe es trotzdem gemeistert und habe inzwischen 2 Jahre Berufserfahrung – eins davon als leitende Apothekerin, das heißt, ich war Chefin, wenn meine Chefin nicht da war – und das war sie selten.

Ich hab den Laden geschmissen, hab Pläne gemacht, organisiert, geholfen, wo es gehakt hat.

Ich war die Nummer Eins.

Und das ist jetzt nicht mehr so – und ich habe ganz schön daran zu knabbern.

Natürlich habe ich mir vorher eingeredet, es sei OK, wenn ich nicht mehr die Verantwortliche bin und es sei ja viel weniger stressig, wenn man nur ein kleines Licht wäre.

Aber aus meiner Haut, aus der Haut, die um ein Haar Filialleiterin geworden wäre, kann ich nicht raus.

Meine Chefin hat mich eingestellt um sich selbst zu entlasten.

Doch das tut sie nicht.

Gleich am 2. Tag habe ich ihr das auch gesagt.

Sie hängt genausoviel in der Apotheke rum, wie vorher, obwohl es – meiner bescheidenen Meinung nach – nicht nötig ist.

Sie produziert Arbeit – anstatt sie abzutragen.

In der ersten Woche dachte ich noch: ok, du bist noch nicht eingearbeitet, sie kennt dich noch nicht richtig, weiß nicht, was du leisten kannst, vielleicht fremdelt sie noch mit dem Gedanken dich richtig arbeiten zu lassen.

Doch das ist es nicht.

Am Freitag sind wir aneinander geraten, als es um eine Nichtigkeit ging, ein Medikament sollte ausgeliefert werden, obwohl es auf dem Zettel nicht vermerkt war.

Ich bat sie, es doch einfach, wie sonst üblich drauf zu schreiben, denn schließlich seien die eine PTA und ich neu und wüssten nicht, wer was geliefert bekäme.

Nein, das sah meine Chefin anders.

Sie meinte, wir müssten mit den Leuten reden (lustig, denn das Rezept kam aus einer Arztpraxis, der Mensch war also gar nicht im Laden, sodass er mir hätte sagen können, dass er es immer geliefert bekommt) und von ihnen lernen und, dass das viel viel wichtigeres Wissen sei als das von der Uni.

Mh.

Vorher hatte sie schon gesagt, im Prinzip zählte die Erfahrung aus anderen Apotheken ja gar nicht, denn nur die Zeit, die man in DIESER Apotheke die Kunden und deren Geschichte und deren Krankheiten kennenlernte, die würde zählen.

Mh.

Also nochmal zurück zu der Notiz…

Ich setzte nochmal an und bat sie erneut die Notiz „Bitte bringen“ auf die Rezepte zu schreiben, denn der Patient war ja nicht da, den ich hätte fragen können.

Nein, sagte sie.

Es wäre ja immer entweder sie oder ihre (Stamm-)PTA da, also immer einer der Bescheid wüsste.

Aha, dachte ich.

So läuft das jetzt?

In einem Team, das aus 4 Leuten besteht, machen wir jetzt die Fronten alt gegen neu auf?

Echt?

Und meine Berufserfahrung wird gestrichen, weil ich die woanders gemacht habe?

MH.

Das klingt ja gar nicht gut.

Nun gut, wenn sie mich wenigstens versuchen würde in die Position zu versetzen, auch Verantwortung übernehmen zu können, indem sie mich gut einarbeitet, aber auch das tut sie nicht.

Ich muss immer direkt fragen, ob ich etwas lernen kann (Wie wird die Ware gebucht? Wo wird was abgeheftet? Wie wird was dokumentiert?), im Gegenzug dazu wird aber immer fehlerfreies Arbeiten von mir erwartet – und das klappt nicht.

Und darüber meckert die Chefin.

Auch vor Kunden.

Und das geht nicht!

Die Kundschaft ist seit 22 Jahren an diese eine Apothekerin gewöhnt, ich habe also einen sehr schlechten Standpunkt bei den Patienten und muss mir deren Vertrauen erarbeiten.

Und dann bekomm ich von der Chefin wegen irgendeinem Scheiß, den mir angeblich die Putzfrau erzählt haben soll, einen Anpfiff – direkt vorm Kunden?

Das geht nicht.

So wird das nie was mit dem Vertrauen.

Und ich denke, da muss ich auch nochmal mit meiner Chefin drüber reden.

Denn seit Freitag fühl ich mich wegen dieser Situation ziemlich unwohl und spiele auch schon wieder mit dem Gedanken, ob ich mich nicht woanders bewerben sollte, was ich eigentlich nicht will, denn der Rest stimmt ja.

Ich frage mich immer häufiger, warum sie mich überhaupt eingestellt hat.

Immerfort meckert sie, sie würde zu nichts kommen, also genau wie bevor ich da war.

Ich darf keine Verantwortung tragen, obwohl ich das sollte, und stehe in der Rangfolge irgendwo hinter der Stamm-PTA.

Warum bin ich da, wenn entweder sie oder ihre PTA den Laden perfekt schmeißen können?

Ich komme mir unnütz vor.

Und klein.

Weil das, worauf ich so stolz bin, jetzt nichts mehr zählt.

Weil das, was ich kann, nicht gebraucht wird.

Weil die Chefin jeden Tag über meine Arbeit rumkrittelt und meckert, als ob ich nichts auf die Reihe bekäme.

Seufz.

Also einen guten Anfang würde ich das nicht nennen…

Ich hoffe, ich kann nochmal mit meiner Chefin darüber reden, vielleicht lass ich das aber auch einfach und hake es ab als vergebene Liebesmüh.

Weiß ich noch nicht.

Standard
Blockstöckchen, Extras

Freitagsantworten #6

Heute gibt es mal wieder ein paar Antworten auf die Freitagsfragen meiner lieben Freundin brüllmaus.

Viel Spaß beim Lesen!

(Ja, ich schreibe ganz bald über meine neue Arbeit. Versprochen!)

1.) Bist Du schon in Weihnachtsstimmung?

Auf jeden Fall!

Und das ist völlig untypisch für mich.

Normalerweise ignoriere ich das ganze Brimborium, hasse Deko und verpenne es bis fast zuletzte Geschenke zu kaufen.

Doch nicht in diesem Jahr!

Ich habe bereits Geschenke für mich und Männchen, meine Mutter und meine Großeltern, worauf ich sehr stolz bin.

Außerdem habe ich echte Deko gekauft, nämlich ein baumförmiges Schild mit der Aufschrift „We wish you a merry christmas and a happy new year“ und ein kleines Blechhäuschen, in das man ein Teelicht stellen kann.

Was wir natürlich nicht tun, weil wir 3 bepelzte Raubauken haben, die hier wahrscheinlich alles in Brand setzen würden.

Wir stellen ein untrves LED-Licht hinein.

Uh! Und wir haben Fensterbilder dieses Jahr.

Ich hab sie mir gewünscht, Männchen hat sie abgenickt und dann habe ich (ICH! Die Deko-Null vor dem Herren!) sie persönlich angebracht.

Plätzchen hab ich auch ganz viele schon gebacken.

Zum Beispiel die aus Türchen Nummer 5 von Brüllmaus‘ Adventskalender (Ausprobieren!)

2.) Machst Du große Geschenke zu Weihnachten?

Nur ein großes.

Für Männchen und mich gibt’s dieses Jahr einen Wäschetrockner, der ist (für unsere Geschenkverhältnisse) echt teuer, aber sehr sinnvoll.

Ansonsten bewegen sich meine Geschenke so im Rahmen von 20 bis 30€ pro Person.

Das wird erst viel, wenn ich darüber nachdenke alle zu addieren >.<

3.) Wie feierst Du dieses Jahr?

Wie schon die letzten beiden Jahre verbringen Männchen und ich das Weihnachten allein.

Wir werden wohl lang schlafen, ausgiebig frühstücken, was tolles zum Mittag kochen und dann nachmittags in die Messe gehn.

WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAS?

Du und KIRCHE?

Naja, eigentlich ist es mehr: ich und Musik, ich und Weihnachtslieder, ich und Spaß am Singen.

Mehr als: Geil! Krippenspiel!

Männchen geht aus Sympathie zu mir mit, setzt sich brav daneben und zündet mit mir eine Kerze an für unsere Wünsche.

Danach werden Geschenke ausgetauscht, es gibt wieder was leckeres zu essen und dann abends werden wir einen Weihnachtsfilm gucken.

Charlie und die Schokoladenfabrik zum Beispiel, oder Troia.

Oder Krabat 🙂 Mal schauen.

4.) Die Wahl der Qual: Würdest Du lieber einem Kind eine hübsch verpackte aber leere Schachtel schenken oder keine Geschenke bekommen?

Tja, liebe Kiddies, es gibt wohl dieses Jahr nur Geschenkpapier mit Pappkarton.

Ein Weihnachten ohne Geschenk für mich seh ich nämlich leider nicht ein 😉

Jedes Jahr an Weihnachten denke ich an das Weihnachhten zurück, bei dem ich im Rehazentrum war, nachdem ich dem Tod das erste Mal vom Schippchen gehüpft bin und rechne nach, wie viel Zeit ich seitdem gut gemacht habe.

Meine Nachspielzeit sozusagen.

Und für das weitere Jahr, was ich geschaffte habe, ohne den Löffel abzugeben, tja, da schenke ich mir traditionell etwas.

Irgendetwas Kleines, etwas, von dem meistens nur ich weiß, dass es mir eine Freude bereitet.

Letztes Jahr war’s ein Seitenschläferkissen, dieses Jahr ein hornbeinaltes Computerspiel.

Der Gedanke daran ist der, einfach „Danke“ zu mir zu sagen, dafür, dass mein Wrack-Körper ein weiteres Jahr durchgehalten hat.

Und auf dieses Geschenk würde ich nie nie niemals verzichten 🙂

 

Standard